Puschel, Miss Yoda und Rosi

Wir sind eine sehr tierliebende Familie, haben auch schon immer Tiere gehabt – oft auch aus dem Tierheim bzw. sind drei unserer vier Hunde sogar aus dem Tierschutz.
Nur der erste Hund war ein Welpe aus der Züchtung weil wir noch nie Hunde hatten und zuerst unbelastete Erfahrungen machen wollten bevor wir geschundenen und traumatisierten Tieren ein Zuhause geben würden.
Was auch gescheit war!
Darum führte unser Weg auch in die umliegenden Tierheime als wir beschlossen, unsere pelzige Familie mit Chinchillas zu erweitern.
So kamen wir zuerst übers Internet und nach sehr netten Telefonaten auch selbst auf das Tierheim Steyr um Abby, Pearl und Midnight kennen zu lernen.
Die Chemie stimmte – so durften wir sie auch mitnehmen.
Reich beschenkt mit Futterspenden und der bekannten Schlafröhre die ein bisschen nach dem alten Heim roch.
Zuhause wurde dann eine Vitrine artgerecht umgebaut.
Dazu wurden Löcher in Rück-, Seitenwand und die Bretter gebohrt, Ab- und Aufstiege konstruiert, das Ganze mit Haselnussästen aus dem Garten ausdekoriert, sodass die Drei zwischen den „Stockwerken“ nach Herzenslust klettern können und auch etwas zum Nagen haben.
Eine zweite Rindenröhre zum Schlafen und ein Sandbad standen ebenso bereit – auch wir hatten großes Herzklopfen als wir die Süßen in ihr neues Zuhause ließen, das sie sofort neugierig erforschten.
Nachdem wir uns alle etwas besser kennen gelernt hatten, bekamen die drei neue Namen.
„Rosi“ war klar – die Süße hat einfach wunderschöne, hell-rosa Ohren!
Sie hat sich auch als das Familienoberhaupt herausgestellt, beobachtet und überwacht alles, lässt auch ab und an den Chef raushängen.
Der Name „Miss Yoda“ kam ebenfalls von der Ohrstellung, Madam hat ihre Lauscherchen oft „yoda-like“ zur Seite gelegt was mich sofort an den kleinen Jedi-Meister denken hat lassen.
Und Puschel ist die Zutraulichste von allen, war bald auf Kuschelkurs mit Alessandra und auch Vivo, ihrem Hund.
Leider mussten wir feststellen, dass Puschel sehr wenig sieht.
Ihr Sehvermögen ist wohl auf Grund Entzündungen von früher oder einem Gen-Defekt sehr eingeschränkt, was ihrer Lebensfreude allerdings keinen Abbruch bereitet.
Bei den regelmäßigen Freiläufen müssen wir halt Hindernisse auf Augenhöhe entfernen um Verletzungen vorzubeugen weil unser Puschel ab und an wo dagegen läuft.
Was wirklich interessant ist, ist die Tatsache, dass die Drei kein bisschen geschreckt sind was sowohl Menschen als auch Hunde angeht.
So flirtet Rosi regelmäßig mit Vivo und Puschel lässt ihrerseits Vivo’s Annäherungsversuche zu.
Der seinerseits ganz verliebt in alle Drei ist, ihnen zu Beginn sogar hingebungsvoll stundenlang „vorgesungen“ hat.
Er beschützt die Kleinen und hält mittlerweile ganz still wenn sie sich ihm neugierig nähern um sie nicht mit seiner Größe oder einer schnellen Bewegung zu erschrecken.
Selbstverständlich immer nur in Alessandra’s Nähe.
Auch Luna, mein Elo-Mädchen, wird neugierig beschnuppert und bekommt ab und an sogar ein Küsschen.
Weil Chinchillas getrocknetes Obst gern haben, werden neuerdings auch Erdbeer- und Apfelchips im eigenen Rohr gemacht und auch ein Teil der Kräuter im Garten wird dieses Jahr für die Drei reserviert.
Wir haben sehr große Freude mit unseren drei „Mäderl“ und freuen uns sie hoffentlich noch viele lange Jahre bei uns zu haben.

Alessandra und Heike Pupini

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